Kenny Passarelli:
Die Idee, den großen Plattenvertrag zu unterschreiben und die daraus resultierenden Vorteile zu haben, ist ein frommer Wunsch.
Kenny Passarelli Die Gelegenheit, ein Interview mit Kenny Passarelli, einem Musiker, der nicht nur Rockgeschichte geschrieben hat, durfte sich RockTimes natürlich nicht entgehen lassen.
Besonders interessant dürften u.a. seine Äußerungen zu Otis Taylor und Einblicke in Kennys Arbeit als Produzent sein.



Artikel vom 04.04.2007


Joachim 'Joe' Brookes
RockTimes: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst.
Kenny: Vielen Dank für die Einladung dazu.
RockTimes: Du hast mit Joe Walsh gespielt.
Kenny: Meine Karriere begann mit Joe Walsh. Vorher habe ich andere Dinge gemacht: Klassische Ausbildung als Trompeter an der Universität, dann bin ich auf den Bass umgestiegen. Weil ich 9 oder 10 Jahre klassischen Unterricht hatte, lernte ich das Bassspielen sehr schnell. Schließlich kam ich im Alter von 18, 19 Jahren nach New York und zog dann nach Vancouver, Britisch Columbia. Dann erhielt ich einen Anruf von Tommy Bolin, den ich aus Boulder kannte. Er sagte mir, dass dieser Joe Walsh die großartige Band The James Gang verlassen hatte. Ich war in New York , um mit John Hammond zu touren. Ich war so ziemlich mit allem beschäftigt, nicht so sehr mit dem Blues, eher mit der Entwicklung des Jazz. Damals sah ich eine Perspektive in der Fusion-Musik.
Aber als ich dann mit Joe Walsh spielte, bekam ich einen Sinn für den Blues. Das brachte mich zurück zu einem richtig soliden Bassspiel.
Also, wie gesagt, bekam ich einen Anruf von Tommy Bolin, der mir erzählte, dass er mich an Joe Walsh weiterempfohlen hatte, denn der suchte einen Bassisten. Folglich bin ich zurück nach Boulder gezogen und so begann dann alles. Zwei Jahre mit Plattenaufnahmen und Touren zusammen mit Joe Walsh.
RockTimes: Elton John ist ein weiterer Superstar, mit dem du gespielt hast. Wie entstand der Kontakt mit ihm?
Kenny: Das kam auch durch Joe zustande. Ich arbeitete für zwei Jahre mit Joe und dann traf ich Stephen Stills wieder, den ich im Alter von 18 oder 19 Jahren in Colorado traf. Mit CSN&Y hätte ich in Woodstock spielen können, aber es ging nicht, weil ich krank wurde. Ich konnte einfach nicht. Stephen machte weiter und ich hörte die CSN-Platte schon im Februar 1969. Im August wurde sie dann veröffentlicht. Die Platte veränderte mein Leben. Sie war brillant.
Als ich dann 1971 mit Joe zusammen war, zog Stephen Stills nach Boulder, Colorado. Er wohnte in den Bergen, sein Management war in der Stadt und die Gruppe Manassas war auf Tour. So fanden Stephen und ich wieder zusammen, weil alle in der Carible Ranch, oberhalb von Boulder, im gleichen Studio aufnahmen. Ein erstaunliches Studio. Der Manager und Produzent der Gruppe Chicago kaufte die alte Ranch und baute sie zu einem Studio um. Es war eines der ersten Studios, die fern ab von einer Stadt lagen. Anstatt ins Studio nach New York oder Los Angeles zu gehen, wo man nach den Aufnahmen im Hotel war, konnte man dort einen Ausritt auf dem Pferde machen, mit einem Skimobil fahren oder einfach im Wald spazieren gehen.
Wir lebten in Boulder und das Studio war ungefähr eine Sunde Autofahrt entfernt in den Bergen. Dort machte ich Musik und dann fragte Stephen mich, Bandmitglied bei Manassas zu werden.
Bei mir stand eine Tour an und Manassas hatte bereits ihr zweites Album aufgenommen. Also musste ich Stephen einen Korb geben, weil ich mit Joe tourte. Dann verpflichtete Stephen einfach Joe als Supportband für deren Tour. Folglich spielte ich einen Sommer lang zuerst mit Joe, zog mich um und spielte dann mit Manassas. Es war wunderbar und es stand noch einiges an.
RockTimes: Du spielst hauptsächlich Bass und Keyboards.
Kenny: Tja, weißt du was? Damals war ich Bassist. Joe zeigte mir den bundlosen Bass. Der hatte einen tollen Sound und ich nahm eine Platte mit Dan Fogelberg auf. Er hatte eine Hitsingle und einen ausgeprägten Sound. Erst später erfuhr ich, dass diese einer der Gründe war, warum Elton John mich haben wollte.
Einige Jahre, nachdem ich aufgehört hatte mit Joe zu arbeiten, war ich mit Stephen zusammen und Joe begegnete Elton, der ihm sagte, dass er einen amerikanischen Bassisten suchte. Joe empfahl mich.
Es war wieder einmal Joe, der für den nächsten Schritt in meiner Karriere sorgte.
Kenny Passarelli RockTimes: Du bist auch Produzent einiger Musiker. Welchen Einfluss hat ein Produzent auf eine Platte?
Kenny: Ich würde mal sagen, es gibt zwei Typen von Produzenten, vielleicht drei.
Da ist ein Produzent wie z.B. Phil Spector, der eine Vorstellung von dem hat, was er will, viele Instrumente spielen kann und Songs schreibt. Er erzählt jedem, was er zu tun hat. Er schreibt die Songs und der Künstler kommt ins Studio und macht genau das, was er will.
Dann gibt es die von der Sorte eines Guy Dudgeon, der Eltons Platten produziert. Sie sind Techniker und wurden dann Produzenten. Sie können Sounds kreieren und dann lehnen sie sich zurück und machen Vorschläge. Wenn die Songs gut klingen, gibt der Techniker hier und da einige Hilfestellungen.
Und dann gibt es noch die Produzenten zu denen ich gehöre. Jemand, der ein Instrument spielt, kein Techniker ist, dafür aber Arrangeur. Man geht die Sache mehr als Trainer/Betreuer an. Man versucht, das Beste aus einem Künstler herauszuholen. Ich habe ein Ohr für die Songs und weiß, was ich will. Ich weiß, was sich gut anhört. Mein Ziel ist es, mit einer gewissen Mischung aus Deutlichkeit und Freiraum das Beste für den Künstler zu tun. Alles basiert auf meinen Erfahrungen, denn ich habe viel gesehen und war an vielen erfolgreichen Platten, die immer noch im Radio gespielt werden, beteiligt. Ich erinnere mich, wie die Platten gemacht wurden und damit gehe ich ins Studio. Dadurch, dass ich meine Fertigkeit am Keyboard weiterentwickelt habe, bin ich noch kein Virtuose, aber ich achte auf Teile von Songs und ich höre mir das Arrangement an. Als Produzent bin ich an den Basictracks und dem Overdubbing beteiligt. Künstler wie Eddie und in den Anfängen sogar Otis Taylor können mir vertrauen und ich führe sie. Ich werde das Beste für sie machen. Diese Art Produzent bin ich. Ich bin sowohl mittendrin, kann aber gleichzeitig die Sachen mit einen gewissen Abstand betrachten und beurteilen.
RockTimes: Du hast auch Trompete gespielt. Aber wie veränderte sich dein Leben, als du Stephen Stills getroffen hast?
Kenny: Ich spielte bereits in lokalen Bands in Colorado, hatte aber auch eine klassische Ausbildung an der Trompete, die ich bereits mit sieben Jahren angefangen hatte zu spielen. Ich konnte Bach, Händel oder was auch immer im klassischen Bereich spielen. Ich bin einer der Musiker, die Noten lesen können, aber wenn ich Miles Davis hörte, konnte ich Miles Davis nicht spielen. Das war frustrierend für mich.
Keiner wollte damals Bass spielen. Jeder wollte ein Leadgitarrist oder Drummer sein. Der Bass war langweilig. Ich lernte recht schnell Bass spielen und verstand das Instrument. Ich sage Kindern und Musiker, die ich treffe immer, dass eine musikalische Erziehung der Dreh und Angelpunkt ist. Meine frühe musikalische Bildung half mir zu dem zu werden, was ich bin. Egal, ob mit Eddie oder mit Otis. Ich habe David Jacobs-Strain, einen anderen NorthernBlues-Künstler produziert. Ich hatte einige andere Projekte und habe welche in Arbeit. Ohne Übung würde ich mich nicht so sicher fühlen wie jetzt, um darüber zu entscheiden, was richtig oder falsch ist.
RockTimes: Stehst du noch in Kontakt mit Stephen Stills?
Kenny: Ja, mit Stephen und mit Hall & Oates, mit denen ich auch Songs zusammen geschrieben habe. Als Songwriter habe ich mich auch weiter entwickelt. Gemeinsam mit Joe habe ich geschrieben, eigentlich jedem Künstler, mit dem ich gearbeitet habe. Auch habe ich mit Bernie Taupin geschrieben, sowie drei Songs mit Stephen Stills.
Letztes Jahr habe ich an einem Song für den weltweit veröffentlichten Film "40 Year Old Virgin" mitgearbeitet.
Dann habe ich "Life Of Illusion" zusammen mit Joe Walsh geschrieben. Die Musik stammt von mir, der Text von Joe. An und für sich war es ein Barnstorm-Song, aber die Band trennte sich und Jahre später telefonierte Joe deswegen mit mir. Er fragte mich, ob er einen Text dazu schreiben dürfe. Klar, darüber war ich erfreut.
Ich entwickle meine Fähigkeiten als Songwriter und Musiker immer weiter. Bei Eddie spiele ich nur im Studio Bass, nicht auf Konzerten. Bei einer Tour spiele ich Keyboards, höre, was auf der Bühne los ist und gebe einige Tipps. Man sollte alles in Bewegung halten.
RockTimes: Du hast ungeheuer viel Erfahrungen in der Musik gemacht. Was, glaubst du, ist im heutigen Musikgeschäft wichtig, um bekannt zu werden?
Kenny: An erster Stelle steht die Qualität, als Basis von allem. Damit beginnend ist da dann die Einzigartigkeit des Individuums. Man muss verstehen, was Qualität ist.
An zweiter Stelle sollte man Individualität im Spielen und Schreiben haben. Lieder schreiben ist super wichtig. Das habe ich einigen jungen Musikern, die ich auf dieser Tour getroffen habe, gesagt. Man muss in der Lage sein, sich als Schreiber zu entwickeln und auszudrücken, wer man ist.
Der Rest ist Glücksache.
Gerade durch das Internet ist der Wettbewerb unglaublich. Es gibt so viele Wege, für sich zu werben. Die Idee, den großen Plattenvertrag zu unterschreiben und die daraus resultierenden Vorteile zu haben, ist ein frommer Wunsch. Es ist ein steiniger Weg.
Vor einigen Jahren hörte ich von einem amerikanischen Plattenlabel, dass es 250.000$ (Platte/Promotion) kostet, nur um einen Künstler bekannt zu machen. Als Ziel sollte man die bestmögliche Musik machen und der Erfolg wird sich einstellen. Erfolg kann dich aber auch zerstören, wenn du nicht bereit dafür bist.
Das Wichtigste ist Integrität bezüglich deiner Arbeit und niemand kann dich manipulieren. Man muss Stärke zeigen.
Egal, ob ein Bruce Springsteen oder wer auch immer, sie stehen zu den Dingen, an die sie glauben.
Ruhm kann dir die Füße wegziehen. Ruhm kann dich vom Boden heben. Man denkt, man hebt ab. Eines Tages wird man fallen gelassen und vergessen. Dann ist man ein Trottel, weil man nicht realisiert hat, dass man seine Kräfte missbraucht hat.
Das ist das Gute an jemandem wie Eddie Turner. Er ist eine echt tolle Person. Er ist eine gereifte Persönlichkeit. Wenn er zu raketenartig zu Ruhm gelangen sollte, glaube ich nicht, dass Eddie sich verändern würde.
Kenny Passarelli RockTimes: Was ist, aus deiner Sicht, so besonders an Eddie Turner?
Kenny: Ich traf Eddie einige Male bevor wir zusammen bei Otis Taylor waren. Ich wohnte außerhalb von Boulder und Eddie besuchte die Universität von Colorado. Er kam in einen Club und spielte dann mit den Musikern auf der Bühne und genoss diese Abende.
Dann brachte uns Otis zusammen. Wir entwickelten den Sound für Otis, mit dem er damals begann. Eddie und ich bildeten, neben Otis, zwei Punkte eines Dreiecks. Durch die Notwendigkeit, für die musikalische Seite Taylors zuständig zu sein, kamen wir uns näher. Ich habe immer gesagt, dass Otis vielfältig in seiner 'Farbgebung' ist. Entweder schwarz, weiß oder grau. Dann versuchten wir die musikalischen Dinge zu kreieren und weiter zu entwickeln.
Das war, wegen meiner Geschichte, wichtig für mich. Strukturen, Songwriting, Elton John, Royal Academy, Stephen Stills, Dan Fogelberg, Hall & Oates, alles geschulte Musiker, die ihr Handwerk verstehen.
Otis Taylor: Zwei Akkorde, tolle Handlungen in seinen Texten, aber wie kann man das in Musik umsetzen, wenn man keine musikalische Person ist? Also knieten Eddie und ich uns in die Thematik und entwickelten dieses für Otis. Nach und nach vereinte uns das als Musiker. In den letzten zwei Jahren mit Otis spielten wir live wirklich gut. Ich war echt angetan von Eddies Leadgitarre. Als Otis dann eher für sich sein wollte und ihm niemand die Show stehlen sollte, verband uns das noch mehr. Folglich wurden wir ein Team.
Und als wir dann seine erste Platte machten, waren wir Freunde und er vertraute mir. Ich bin älter und habe all diese Erfahrungen mit den anderen Künstlern gemacht. Ich wollte heraus bekommen, was das Beste für Eddie sein würde. Er hatte alle Vorraussetzungen, es war wie das Schleifen eines rohen Diamanten.
So ist es und mit der ersten CD ging es sehr schnell. Die Magie war da, im Studio ging alles spontan. Ich hatte einen Drummer, den ich aus Santa Fe kannte. Es war einfach für uns drei ins Studio zu gehen und aufzunehmen. David Givens machte den Vorschlag, hier und da eine weibliche Stimme hinzuzufügen. Hauptsächlich war es aber Eddies Gitarre und sein Gesang.
Eddie hat in der ganzen Zeit, die wir mit Otis zusammen waren, nie gesungen. Von 1995 bis 2003 habe ich nie gehört, dass Eddie gesungen hat. Nicht einmal. Otis hat es nicht dazu kommen lassen.
RockTimes: Wird es in Zukunft eine weitere Kenny Passarelli-Platte geben?
Kenny: Mit all den Produktionen und allem, an dem ich beteiligt bin, bleibt dafür wenig Zeit.
Ich arbeite an einem Projekt für ein Museum. Dafür habe ich einige Instrumentalsongs geschrieben.
Ich lebe in Mexico City. Mit einigen mexikanischen Musikern, die folkartige Musik machen, möchte ich in Zukunft einige meiner Ideen in die Tat umsetzen. Ich habe etliche Ideen. Definitiv wird es mehr Musik von mir geben!
RockTimes: Danke, Kenny.
Kenny: Danke. Ich hoffe, ich habe nicht zuviel geredet.
Wir danken Willi Zscharnack (Bluestrain Management), der uns das Gespräch mit Kenny Passarelli ermöglicht hat.
RockTimes welcomes our foreign guests
RockTimes: Thank you very much for taking your time for this interview.
Kenny: Thank you for inviting me to do this.
RockTimes: You played with Joe Walsh.
Kenny: My career started with Joe Wash as far as a career goes. I've been doing other things, classical train musician at University as a trumpet-player, picked up the bass. Because of my 9, 10 years of classical training the bass came quick. I ended up in New York, 18, 19 years old and then to Vancouver, British Columbia. Then I got a call from Tommy Bolin, who I knew in Boulder saying that this Joe Walsh character had quit this big group The James Gang. 'Cause I'd been in New York ready to go on the road with John Hammond. I was into the whole, not so much the Blues but where Jazz was going. I kinda saw myself as maybe I was gonna go into that fusion thing.
But when I played with Joe I really had a sense of what the Blues was about. It got me back into playing solid bass.
So I got the call from Tommy saying that he recommended me to work with Joe because he was looking for a bass player. So I went back to Boulder and that's how it all started. Two years of recording and touring with Joe.
RockTimes: Elton John is another superstar you worked and played with. How did you get in contact with him?
Kenny: Again this was through Joe. I worked with Joe for two years and then I've met up again with Stephen Stills who I had met when I was 18 or 19 in Colorado. Really had the opportunity to have played at Woodstock with CSN&Y but I got ill, I couldn't do it. Stephen went on, I heard the CSN-record actually as an acetate in February of '69. It was released in August. It changed my life: this music was incredible.
So when I came back to work with Joe in 71 Stephen Stills had moved to Boulder, Colorado. He lived up in the mountains but his management was there and the group Manassas was on tour. So Stephen and I reappointed because we were all recording at the same studio, at Carible Ranch up above Boulder. An amazing studio. It was started by the manager and producer of the band Chicago. He bought this old ranch. It was one of the very first sort of environment studios. Instead of going to New York or Los Angeles where you afterwards go into your hotel here you ride a horse, you go skimobiling or wandering though the woods.
So we lived in Boulder and the studio was maybe half an hour up the road in the mountains. I started hanging out playing music and he asked me to join Manassas.
I had to tour. They already recorded their second record. I said no, I'm with Joe. And he hired Joe to open shows. So I played with Joe, changed clothes and I played with Manassas. I got a whole summer of that. It was incredible with the idea that there was more to come.
RockTimes: You mainly play bass and keyboards.
Kenny: Well, you know what? Back then I was a bass player. Joe introduced me to the fretless bass. It was a great sound and I did a Dan Fogelberg record. He had a hit single and there was a distinct sound. And later I was to hear that's one of the reasons why Elton was interested in hiring me because I played fretless bass.
Couple of years after I finished with Joe I went under work with Stephen and Joe ran into Elton. And Elton said that he was looking for an American bass player. I was recommended for the job.
Joe again was the one giving me the next step in my career.
RockTimes: You also produced a lot of artists. In what way does a producer influence a record?
Kenny: I'd say there are two types of producers. Maybe three.
There's a producer like a Phil Spector who has a vision and he can play and write all the instruments and tell everybody what's to do. He writes the songs for the artist. The artist comes in and does exactly what he wants.
Then you've got a producer like Gus Dudgeon, who produced Elton's. They're engineers and they become producers. So they can engineer and get the sounds and then they kinda sit back and make some suggestions. If it sounds good the engineer will make a few suggestions here and there. It's that kind.
And then there's my kind. Somebody who is a player and not an engineer but an arranger. So my approaches are like being a coach. You try to get the best out of somebody. But I have an ear and I know what I want. I know what sounds good. My goal is to get the best out of the artist with a certain amount restraint but a certain amount of freedom. It's all based off my experiences. What I've seen and I've been part of some successful records and they're still being played on the radio. I remember how they were done and when I get into the studio and I've developed my keyboard-skills. I'm not a virtuos but I can hear parts and I can hear arrangements. For me as a producer I'm involved in the basic tracks and overdubbing. With an artist like Eddie and even Otis Taylor in the beginning they can trust me and I will guide them. I'll make the best for you. So that's the type of producer I am. In the middle of it but at the same time I can stand away and view and suggest it from the distance.
RockTimes: You played trumpet as well. But having met Stephen Stills it changed you life. In what way?
Kenny: I was already playing bass in local bands in Colorado but I had a classical trumpet education. I started when I was seven. I could play Bach, Händel what ever classical music. I was one of those players who can read notes but if I heard Miles Davis I couldn't play Miles Davis. So it's frustrating for me.
Noboby wanted to play bass back then. Everybody wanted to be a lead guitar player, a drummer. The bass was like: it's boring. And so I learned it quick and I started to understand what the instrument was about.
And I tell the story. Kids that meet us and music students: Education like anything else is the premium point. The early education I had has helped me to do what I do. Wether with Eddie or with Otis. I produced David Jacobs-Strain, another NorthernBlues artist. I've had several projects and I have few in the works. Without that training I don't think I'd be able to feel as confident as I do about what's right or wrong.
RockTimes: You are still in contact or work with Stephen.
Kenny: I'm in contact with Stephen and with Hall & Oates. They are people I wrote with. I also developed as a writer. I co-wrote with Joe, every artist I worked with. I co-wrote Bernie Taupin, three songs with Stephen Stills.
Last year I had a semi-resurgent of a song on a movie called "40 Year Old Virgin", a big movie worldwide.
A song I wrote with Joe Walsh called "Life Of Illusion". He wrote the lyrics and I wrote the music. It was originally a Barnstorm song but the band broke up and years later he called me. There's that song? There's no vocal. Can I write lyrics to it and use it on a solo-record? I said that I love it, sure.
For me it's to be doing what I do and developing my skills as a writer and developing my skills as player. With Eddie in the studio playing bass but not on the road. On tour I play keyboards, listening to what's going on, giving some advice. Just trying to keep it flowing.
RockTimes: With your experience in music what do you think is important in these days music business to get know or even well known?
Kenny: The number one thing, the bases of it all is quality.
Starting with the quality there is the uniqueness of the individual. The common problem of the musicians who got struck in cover band: Maybe they have more talent than they think but they are intimidated to move on and to risk. So to me it's understanding what quality is.
Number two becoming an individual with your playing and writing. Writing is super important. I said that to some of the young musicians I met here. Being able to develop yourself as a writer to express who you are.
And the rest is a crapshoot.
The competition is incredible now the internet is involved. There are so many ways to promote yourself and the idea of giving that big record-deal. You sign and get that big advance. That's a pipe dream (frommer Wunsch). It's very hard to do that.
At couple of years ago I heard form a big American record company it was 250,000$ just to get the artist know who he is. All the recording costs, promotion. It's really difficult if you're in a town or village or a big city you have goals to make it. Your goal should be to make the best music possible and fame happens for you. But also fame can destroy you if you're not ready for it.
The most important thing is to have integrity with your work and nobody can manipulate you. You stand strong.
Anybody who's making it whether it's a Bruce Springsteen or who ever is out there still doing it they stood strong to what they believed in.
The fame will sweep your feet off. Fame will lift you off the floor. You think you're elevated. One day you're plopped down and people forget you. Then you're a jerk because you didn't realise you misused your power.
That's what's so good about somebody like an Eddie Turner. He is a really good person. He is the kind of person that's mature. If something should happen that he would sky rocket to fame I don't believe that Eddie would change.
RockTimes: So from your point of view what is special about Eddie? Kenny: I met Eddie a few times before we started to work together with Otis Taylor. I had a home outside of Boulder and Eddie was going to the University of Colorado and go to a club and sit in and have one of those nights. Then Otis brought us together. We developed the sound they started with. Build around Otis Taylor like a triangle. Then the two of us through the necessity of trying to be more musical. I always say that Otis was the variety of colours. It was either black, white or grey. And then we were sonically trying to create musical things that would enhance that.
That was important for me because of my background. Structure, songwriters, Elton John, Royal Academy, Stephen Stills, Dan Fogelberg, Hall & Oates, all schooled, trained musicians and understanding songwriting.
Otis Taylor: two cords, great storyline but how can you make this musical if you're not a musical person. So Eddie and I through digging in and trying to figure out how to develop this thing for Otis. And then gradually it united us as players. When we played live with Otis maybe the last two years of our working with Otis we were really playing. I was really supported of Eddie and his lead guitar playing. As Otis became wanting to be more of his own and not having anybody that could take away from what he was doing, Eddie and I bounded even more. So we became a team. And when we made the records we were friends and he trusted me. I'm older and have all this experience of working with all these other artists. I just wanted to figure out to get the best out of Eddie. It was all there, like chipping away a diamante.
That's how it is. We made the first record which came surprisingly fast. There was magic there because we had a background. We worked together with Otis for seven years. We've already been in the studio with Otis. Usually Eddie would just come in and do overdubs because Otis didn't want even practice. Eddie would say: "Can you just give me a dub." Our development came from playing live.
So when we came into the studio to do the first Eddie Turner record it was spontaneous. I had a drummer that I'd worked with in Santa Fe. So it was easy for the three of us to go in and do it and then me to add colours or David Givens decided to have a bit of female vocal here and there. But mostly it was guitars and developing Eddie as a singer.
The whole time I worked with Otis I never heard Eddie sing. 1995 was when we started and we ended in 2003, never heard him sing. Not once. Otis never invited him to sing.
RockTimes: Will there be another Kenny Passarelli record in the future?
Kenny: What I'm doing now is because of the productions, because of everything I'm involved in I had less time to really work.
I have a project I haven't developed yet that was for a museum. I wrote a whole piece of music to the introduction of the horse in North America. It's all instrumental.
I live in Mexico City. I have some ideas about combining some folk type of Mexican instruments. It's a new development with some Mexican artists. I have several ideas. I think there will be more music coming from me. Definitely!
RockTimes: Thanks, Kenny.
Kenny: Thank you. I hope I didn't talk too much.
Thanks to Willi Zscharnack (Bluestrain Management) for arranging this interview.
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