Danielle Howle / Thank You Mark
Thank You Mark Spielzeit: 36:33
Medium: CD
Label: Valley Entertainment, 2006
Stil: Singer/Songwriter

Review vom 27.11.2006


Joachim 'Joe' Brookes
Was hauen uns die Fernsehköche nicht alles an Rezepten um die Ohren. Es ist unfassbar, wie Kochen zu einem der wöchentlichen Highlights bei so manchen avanciert.
Rezepte sind Schall und Rauch, wenn es darum geht, aus den Zutaten, die die heimische Küche so hergeben, einen Kuchen zu backen. Das ist Kunst, denn in diesem Fall kommt Kunst von 'Können' und nicht von 'Lernen'.
Wenn man alle möglichen musikalischen Zutaten vermischt, bedankt frau sich bei Mark. Mark wer? Mark Bryan ist gemeint, der sich instrumental durch "Thank You Mark" spielt, oder auch mal im Chorus mitsingt.
Trotz sehr unterschiedlicher Ingredienzien ist ein genießbarer Kuchen daraus geworden.
Klar sind Speisen immer Geschmackssache. Zu unterschiedlichen Tageszeiten habe ich die CD gehört und immer wieder wurde ich bei "If I Can't Have You" so schläfrig, dass mir fast der Kopf aufs Keyboard schlug. Wenn sich Danielle Howle einen musikalischen Spagat zutraut und sie den auch hinbekommen hat, ist "If I Can't Get You" mit Duett-Partner Darius Rucker einfach abgründig, weil dem Etta James-Song nichts Pfiffiges, das einen aufhorchen lässt, beigemischt wird. Nah am Original gehen, trotz einer ansonsten tollen Stimme, Howle und Soul nicht zusammen. Wer hat den Rucker denn aufs Tapet gebracht? Thank you, Mark?
Hat man sich so richtig lecker in Country- und Folkrockiges und den Blues eingehört ("Roses From Leroy's", "I'll Be Blue", "Fields Of Cotton"), kommt es zur nächsten Überraschung auf dem Album, das mit 36 Minuten alle Ressourcen ausgeschöpft hat (Frechheit!).
"Oh Swear", aus Daniellas Feder ist eine waschechte Swing-Nummer, die, im Unterschied zu "If I Can't Get You", Gefallen beim Hörer findet.
Mit einer Holz- und Blechbläserabteilung ist auch das leicht bluesige "Walking Through The Black" versehen. Kann überzeugen und ist zum Verlieben.
Mit Anleihen aus der klassischen Musik (Ward Williams, cello) startet "Love Is A Fall", das dann rein akustisch an unsere Ohren kommt. Nichts Peinliches, dieses Liebeslied, genauso wie "This Kind Of Light" (WW zum Zweiten).
In "Woman To Win" fiedelt Sam Bush und Country-Feeling ist garantiert.
Ein Leckerbissen der besonderen Art, zu dem man auf Grund der Kürze der CD schnell kommt, ist "Jesus Won't Wait": Singen kann die Howle und wird hier nur vom Upright Bass (Byron House) begleitet. Klasse Track!
Kurze CD, kurzes Review! Hat man den unappetitlichen Happen verdaut, dürfte Danielle Howle einige musikliebende Menschen ansprechen.
Line-up:
Danielle Howle (vocals/acoustic guitar/percussion)
Mark Bryan (acoustic and 12 string electric guitar/lap steel guitar/background vocals)
Byron House (bass - #11)
Rob Savoy (bass - #1, 2, 9)
John Young (bass - #4, 5, 7, 8, 10)
Adam Blake (drums - #1, 2, 9)
Tim Vaill (drums - #4, 5, 8, 10)
Gary Green (drums - #7/percussion - #2, 6)
Les Hall (organ - #1, 7/piano - #5,8)
Dave Michelson (acoustic guitar - #2, 9/electric guitar - #4, 5, 7)
Charlton Singleton (trumpet - #4, 7)
Christopher Williams (saxophone - #4, 5, 7)
Stephen Williams (trombone - #5)
Stephen Spaulding (trombone - #4, 7)
Ward Williams (cello - #6, 8)
Sam Bush (fiddle - #10)
Greg Humphries (backing vocals - #1)
Darius Rucker (male vocal - #5)
Tracklist
01:Roses From Leroy's (3:32)
02:I'll Be Blue (2:54)
03:Fields Of Cotton (4:23)
04:Oh Swear (2:21)
05:If I Can't Have You (3:15)
06:This Kind Of Light (3:17)
07:Walking Through The Black (4:05)
08:Love Is A Fall (3:36)
09:Who Knows (1:37)
10:Woman To Win (4:25)
11:Jesus Won't Wait (3:04)
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