Bang Your Head-Festival
27./28.06.2008, Messegelände, Balingen
Poster Bang Your Head-Festival
Messegelände, Balingen
27. und 28. Juni 2008
Festivalbericht
Stil: Heavy Metal



Artikel vom 14.07.2008




Sebastian Feickert
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Tag 1
Mein erster Besuch auf dem Bang Your Head-Festival fand 2005 statt. Damals wurde das zehnjährige Jubiläum gefeiert. Und auch dieses Jahr hieß es vom 27.06. - 28.06.2008 wieder zehnjähriges Jubiläum in Balingen. Denn die 13. Ausgabe des Festivals war gleichzeitig das zehnte Open-Air.
Über die Jahre hat sich das Bang Your Head in der Riege der großen Festivals etabliert. Doch 2005 schien es vor dem Aus zu stehen. Nachdem es in den Vorjahren zu Problemen mit der Stadt bzw. den Anwohnern gekommen war und einige Zuschauer aus der Reihe fielen, hatte der Veranstalter bereits das Ende des Festivals angekündigt. Doch ein schwerer Sturm, der das Gelände und die Campingplätze freitags nachts heimsuchte, brachte die Rettung. Zwar konnte der zweite Tag nur mit allergrößten Anstrengungen seitens des Veranstalters und seiner Crew, sowie starken zeitlichen Einschränkungen durchgeführt werden, doch waren diese so sehr von der Solidarität und dem Verhalten der Festivalbesucher beeindruckt, dass sie ihre Entscheidung noch einmal änderten.
Von der musikalischen Ausrichtung her, ist das Billing eher klassisch ausgerichtet. Stilistisch regieren der Hard Rock (Scorpions, Krokus, Whitesnake, Twisted Sister, etc.), der klassische Heavy Metal (Motörhead, Saxon, Judas Priest, Dio, Doro, etc.) sowie Power (Iced Earth, Nevermore, Edguy, etc.) und Thrash Metal (Slayer, Testament, Overkill, Anthrax, Tankard, etc). Und doch finden sich jedes Jahr auch einige Death Metal-Bands (Six Feet Under, Cannibal Corpse, Amon Amarth, Amorphis, etc.) in Balingen ein. Außerdem werten jedes Jahr Acts, die man in Deutschland eher selten zu Gesicht bekommt, das Line-up auf. Als Beispiele seien hier die sträflich unterbewerteten Jag Panzer, Titan Force, Morgana Lefay und
Solitude Aeturnus genannt. Austragungsort ist das Messegelände, gespielt wird auf einer Bühne.
Bereits am Mittwoch machten meine Begleiter und ich uns in das ca. 60 km südlich von Stuttgart gelegene Balingen auf. Entgegen den Ankündigungen auf der Homepage, waren die Campingplätze 1 und 2, die direkt am Festivalgelände liegen, bereits geöffnet. Eigentlich hätte dies erst am Donnerstag ab 12.00 Uhr geschehen sollen. Uns war es recht, so blieb uns das knapp 3 km entfernte Metalcamp erspart.
Der Zeitvertreib bis zum ersten Konzerttag am Freitag war relativ unproblematisch. Am Mittwochabend konnte im Partyzelt auf dem Campingplatz das Halbfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft verfolgt werden, ab Donnerstag fand allabendlich eine Metal-Disco im Zelt statt. Zu kritisieren gab es lediglich die Preisgestaltung, ein Bier 0,4 l kostete beispielsweise 3,50 , und der nur spärlich betriebene Ausschank während des Deutschlandspiels.
Die erste Band des Festivals war Contracrash aus Baden-Württemberg. Doch die Modern Rocker/ -Metaller konnten mich nicht vor die Bühne locken. Da an diesem Tag noch einige Highlights anstanden, hieß es Kräfte einteilen. Schließlich herrschte strahlender Sonnenschein und auf dem Festivalgelände selbst gibt es kaum Platz um sich eine Pause zu gönnen. Der einzige schattige Platz war im Zelt der Metalbörse und diese kostete Eintritt.
Unmittelbar vor unserer Ankunft auf dem Messeplatz hatten Tyr mit ihrem Auftritt begonnen. Nicht nur ihre Herkunft von den Färöer-Inseln machte das Quartett zu Exoten. Auch ihr Stil, eine Mischung aus Folk und Viking Metal, war für das Bang Your Head recht ungewöhnlich. Zwar ist ihre Musik nur begrenzt stimmungsfördernd, doch dank starker Nummern wie "Hail To The Hammer" ernten Tyr wohlverdienten Applaus.
Als nächstes standen die amerikanischen Speed Metaller Agent Steel auf dem Programm und gaben mir gleich die ersten Rätsel auf. Besser gesagt Frontmann Bruce Hall. Ob seine Gesten nun zum Stage-Acting gehörten, oder ob er dem Mischer Zeichen geben wollte, wird wohl auf ewig ungeklärt bleiben. Stimmlich kann man ihm zwar wenig vorwerfen, doch seine Bewegungen auf der Bühne wirkten ungelenkt, teilweise auch unsicher. Es machte den Eindruck, als ob Herr Hall am Vorabend etwas zu tief ins Glas bzw. die Flasche geschaut hätte. Wirklich begeistern konnte mich die Band eigentlich nur mit den beiden Überhits "Unstoppable Force" und "Agents Of Steel". Schade, denn im Vorfeld hatte ich mich sehr auf den Auftritt gefreut.
Doch bereits mit den ersten Tönen von Korpiklaani kehrte die gute Laune zurück. Ihr Folk Metal mit Humppa-Einflüssen sorgte für allgemeine Bierseligkeit. Dank der Spielfreude der sympathischen Finnen wurde ein Großteil des immer zahlreicher werdenden Publikums zu '"Happy Little Boozer"s'. Gitarrist und Sänger Jonne Järvelä zeigte sich während des Gigs spendierfreudig und warf Freibier ins Publikum. Das nächste Mal sollte er statt Bechern jedoch lieber Dosen verwenden, dann haben die Fänger vielleicht auch ein bisschen mehr davon. Aber bekanntlich zählt ja der gute Wille.
Die nächste Band hatte ich eigentlich eher auf dem Wacken Open Air erwartet, denn Forbidden feierten ihre Reunion. Und das nahezu im original Line-up. Lediglich Gene Hoglan ersetzte den Original-Drummer Paul Bastoph. Und die Bay Area-Thrasher überzeugten auf ganzer Linie. Bei der Songauswahl lagen die Schwerpunkte auf den beiden Bandklassikern Forbidden Evil und "Twisted Into Form". Dieser Gig hätte gerne noch etwas länger dauern können.
Nach diesem gelungenen Auftritt hatten Ensiferum das Vergnügen. Nachdem in den vergangenen Jahren Folk Metal keine bzw. kaum Berücksichtigung auf dem Bang Your Head fand, war hier bereits die dritte Band dieser Richtung am Start. Doch die Finnen unterscheiden sich vom Sound deutlich von ihren Vorgängern, denn hier ist der Death Metal-Anteil höher. Im Gegensatz zu Forbidden konnten Ensiferum weniger punkten, was unter anderem an einem schwachen Sound lag. Glücklicherweise waren sie eine der wenigen Bands, die mit solchen Problemen zu kämpfen hatten.
Wesentlich gelungener war die Performance der deutschen Power Metal-Institution Rage. Dem Trio schien der Gig sichtlich Spaß zu machen und so wurden die Jungs auch verdient vom Publikum gefeiert.
Auf Grund der immer größer werdenden Hitze war anschließend eine Pause notwendig, der die Auftritte von White Lion und Great White zum Opfer fielen.
Pünktlich zu Iced Earth war Erscheinen jedoch wieder Pflicht. Nachdem ich die Amerikaner 2007 in Wacken noch mit Frontmann Tim Owens bewundern durfte, wurde dieser zwischenzeitlich durch seinen Vorgänger Matt Barlow ersetzt. Der Wechsel verlief zwar alles andere als vorbildlich, doch spätestens nach diesem Auftritt dürfte auch dem letzen klar geworden sein, dass Matt Barlow die einzig wahre Stimme von Iced Earth ist. Aus der Owens-Phase hatten es mit "Declaration Day" und "Ten Thousand Strong" zwei Stücke auf die Setlist geschafft. Letzterer Titel passt meiner Meinung nach jedoch besser zum Ripper. Ansonsten lieferte Barlow eine absolut klasse Gesangsleistung, hinter der sich der Rest der Band um Oberhaupt Jon Schaffer nicht verstecken musste.
Bei der Songauswahl gelang ein guter Querschnitt durch nahezu alle Alben der US-Power Metaller, auch wenn auf Grund der Spielzeit einige Pflichtnummern auf der Strecke blieben. Im Gegensatz zum letztjährigen Wacken-Auftritt hatte es zumindest "Melancholy (Holy Martyr)" wieder ins Programm geschafft.
Nach einer recht langen Umbaupause war es an der Zeit für den Headliner. Queensrÿche hatte zur 'Operation: Balingen' ausgerufen und führte die komplette Mindcrime-Geschichte auf. Anfangs war ich skeptisch bezüglich der Umsetzung, doch Queensrÿche ist mit diesem Auftritt ein wahres Meisterwerk gelungen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bands, die komplette Alben einfach nur souverän herunterzocken, wurde die Geschichte sowohl auf der Bühne als auch auf den in diesem Jahr erstmals aufgestellten Leinwänden entsprechend in Szene gesetzt. So war auch der fehlende Überraschungseffekt auf Grund der vorhersehbaren Setlist kein Problem, schließlich wurde er mit einem genialen Auftritt wieder gut gemacht. Nachdem der erste Teil mit "Eyes Of A Stranger" abschloss, stand eine erneute Umbaupause an. Dass der zweite Teil etwas abfiel, lag nicht an der Performance der Mannen um Geoff Tate, sondern am schwächeren Songmaterial des zweiten Teils der "Operation:Mindcrime". Nach einigen Zugaben aus anderen Schaffensphasen der Band bleibt nur ein Fazit übrig: Operation gelungen, Publikum glücklich.
Tag 2
© Fotos: Mario Csiky
Lizzy Borden Am zweiten Tag fielen die ersten Bands noch stärker den Strapazen des vorherigen Tages zum Opfer. Age Of Evil, Secrecy und Breaker fielen für mich komplett aus, Onslaught konnte ich nur aus der Entfernung vernehmen. Die Beurteilung fällt, sofern möglich, positiv aus.
Die erste Band, die ich vor der Bühne vernehmen konnte, waren die Schock-Metaller von Lizzy Borden. Die Amerikaner beeindruckten nicht nur mit ihrer Show, auch musikalisch räumten die Jungs ordentlich ab und können guten Gewissens zu einem der Gewinner des Festivals gezählt werden.
TankardNach einem solchen Auftritt auf die Bühne zu müssen ist zwar für keine Band leicht, doch Tankard meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Die Hessen zeigten sich in Topform und fanden ein dankbares Publikum vor. Frontmann Gerre ließ es sich wie so oft nicht nehmen, seinen prallen Unterleib zu zeigen und holte sich zu Freibier noch einen Fan auf die Bühne, der ihn gesanglich unterstützte und dabei einen Einblick unter das T-Shirt des Tankard-Sängers bekam. Nach "Empty Tankard" holte sich die Band den wohlverdienten Applaus der Zuschauer ab.
Zwischenzeitlich wurde über die Leinwände bekannt gegeben, dass der Auftritt von Obituary vorgezogen werden soll. Grund waren Verzögerungen bei der Anreise von Hardcore Superstars. Letztendlich musste deren Auftritt sogar komplett abgesagt werden. Als Ersatz wurde ein erneuter Auftritt von Lizzy Borden ausgehandelt - mit Unterstützung einiger Gastmusiker, allen voran den Jungs von Age Of Evil.
ObituaryDoch zunächst waren Obituary an der Reihe. Während den Songs walzten die Florida-Deather alles nieder. Doch kaum war ein Stück beendet, herrschte auf der Bühne Stille. Keines der Bandmitglieder war in der Lage eine Ansage zu machen, mit den Zuschauern zu kommunizieren. Aus musikalischer Sicht verdient der Auftritt volle Punktzahl, durch die nichtvorhandene Interaktion mit dem Publikum bleibt aber ein fader Beigeschmack.
Nach den letzten Tönen von "Slowly We Rot" zogen wir uns ins Partyzelt zurück, um einen endgültigen Hitzschlag zu vermeiden. Zwar herrschte um diese Uhrzeit gähnende Leere, doch fand man hier einen schattigen Platz mit angenehmeren Temperaturen. Lizzy Borden hatten währenddessen eine weitere Setlist ausgearbeitet mit weiteren Eigenkompositionen und einigen Coversongs wie z.B. Born To Be Wild und vermieden somit einen Stimmungsabfall.
Grave DiggerGrave Digger hatten im Vorfeld die Möglichkeit gegeben, via Internet über die Setlist abzustimmen. Somit gibt es eigentlich keinen Grund für Beschwerden, doch ich muss gestehen, dass ich zumindest mit ein oder zwei Überraschungen gerechnet habe. Das Songmaterial war aber nahezu identisch mit dem der letzten Tour, Material vom letzten Album ausgenommen. Scheinbar kennen Chris Boltendahl & Co. den Geschmack ihrer Fans nur allzu gut. So beenden sie einen Auftritt ohne nennenswerte Höhepunkte und schwachem Sound erwartungsgemäß mit "Heavy Metal Breakdown".
Auf Yngwie Malmsteens Rising Force war ich aus zwei Gründen gespannt. Zum Einen aus positiver Sicht wegen 'Ripper' Tim Owens, zum Anderen aus eher negativer Sicht wegen Yngwie Malmsteen. Ich muss gestehen, dass ich Guitar-Heros generell negativ gegenüberstehe und auch hier war mir nach maximal drei Sekunden klar, dass sich daran heute nichts ändern würde. Herr Malmsteen ließ unmittelbar nach Betreten der Bühne einige Luftkicks vom Stapel, schwang sein Instrument zahlreiche Male um sich, warf unzählige Plektren in die Zuschauermenge bzw. in den Fotograben, spielte über dem Kopf, hinter dem Kopf, kniend und posierte bis zum Gehtnichtmehr. Gelegentlich hatte Tim Owens die Möglichkeit, seine unbestrittenen Gesangskünste zu beweisen. Zumindest dann, wenn Kollege Malmsteen seine Soli für einen Song unterbrach (ich dachte immer, das Verhältnis Songs - Soli sei umgekehrt).

Yngwie MalmsteenYngwie Malmsteen vollführte munter weiter seine öffentliche Selbstbefriedigung, während die restlichen Bandmitglieder hinter der Bühne ohne Probleme die eine oder andere Runde Skat spielen konnten. Der Fotograben hatte sich inzwischen nahezu komplett mit den Plektren des Maestros gefüllt. Schwerstarbeit musste neben Herrn Malmsteen noch der Roadie verrichten. Er hatte alle Hände voll zu tun die vom Meister mehr oder weniger gezielt zugeworfenen Gitarren aufzufangen, die natürlich nach jedem Stück auf diese Art gewechselt wurden.
Auf der einen Seite ist Tim Owens zu bedauern, dass er unter einem solchen Egomanen kaum die Möglichkeit hat, sein Können zu beweisen, auf der anderen Seite ist er zu beneiden. Für ein Drittel der Arbeitszeit erhält er immerhin die volle Bezahlung. Wirklich arbeiten muss er ja nur, wenn sein Chef nicht gerade eines seiner ausschweifenden Soli spielt. Dass die geplante Spielzeit unterschritten wurde, war Herrn Malmsteen zu verzeihen, denn ein weiteres Solo hätten die wenigsten Zuschauer schadlos überstanden.
SaxonNachdem dieser Auftritt überstanden war, starteten Saxon mit ihrem Set. Eine Band, die ich in den vergangenen Jahren auf Festivals immer eher unfreiwillig verpasst habe. Doch diesmal wollte ich meinen Platz in Anbetracht des anstehenden Headliners nicht aufgeben. Und es sollte sich lohnen. Gute Songauswahl, super Bühnenpräsenz und vor allem jede Menge Spaß prägten ihren Auftritt. Für "Denim And Leather" kündigten Saxon einen Freund der Band an, der sie musikalisch unterstützen sollte. Und da wir an diesem Abend bisher so wenige Gitarrensoli zu Gehör bekommen hatten, betrat Herr Malmsteen erneut die Bühne. Gnädigerweise hielt sich sein Gitarrenspiel diesmal im Rahmen. Nach "And The Band Played On" durften Saxon sich mit wohlverdientem Beifall verabschieden.
Judas PriestDann war es endlich soweit. Die Band, auf die mich seit Monaten riesig gefreut hatte, betrat die Bühne - Judas Priest. Und sie sollten es schaffen, mich bitterlich zu enttäuschen. Der Auftakt war dabei alles andere als schlecht. Zugegeben ist es immer ein kleiner Stimmungstöter, wenn ein unbekannter, neuer Song wie "Prophecy" vom aktuellen Album "Nostradamus" das Set eröffnet, doch spätestens nach der zweiten Nummer, "Metal Gods", wähnte ich mich im Metal-Himmel. Mit zunehmender Spielzeit setzte allerdings ein bedrückendes Gefühl ein. Die Stimme von Rob Halford schien sehr stark in Mitleidenschaft gezogen zu sein, die Bewegungen wirkten roboterartig und waren phasenweise sehr langsam. Seine Körperhaltung erinnerte mich, an meinen ersten Aufenthalt auf dem Dixi nach drei Tagen Abstinenz. Dies war wohl dadurch bedingt, dass er, im Gegensatz zum Publikum, einen Großteil seiner Texte vom Bildschirm ablesen musste. Entsprechend waren dann auch die Zuschauerreaktionen, die über Höflichkeitsapplaus selten hinausgingen. Schlagzeuger Scott Travis machte auch einen relativ gelangweilten Eindruck. An der Songauswahl hat es nicht gelegen.
Judas PriestBei einer Band wie Judas Priest gibt es natürlich immer dutzende Lieder, die man gerne noch hören würde, doch über Nummern der Marke "Rock Hard, Ride Free", "Hell Patrol", "Sinner" oder dem obligatorischen "Painkiller" gibt es keinen Grund sich zu beschweren. Aber hier waren nicht die 'Metal Gods' am Werk, sondern eine legendäre Band, die scheinbar mit angezogener Handbremse agierte. Die Ausrede, dass es am Alter liegt, kann auch nur begrenzt gelten, denn Saxon haben nur unmittelbar vorher bewiesen, wie es geht. Und auch Lemmy Kilmister und Motörhead bringen wesentlich mehr rüber, auch wenn Lemmy sich noch weniger bewegt.
Bis vor Kurzem hätte ich jeden, der einen solchen Bericht über Judas Priest verfasst hätte, öffentlich der Blasphemie beschuldigt, aber nach "You've Got Another Thing Coming" machte sich bei mir das Gefühl breit, dass Judas Priest eine weitere Band ist, die den rechtzeitigen Absprung verpasst hat.
Trotz der, für mich persönlich, großen Enttäuschung am Schluss, fällt das Fazit des diesjährigen Bang Your Head Festivals ganz klar positiv aus. Überwiegend starke Bands, friedliches Publikum und freundliche Security. Das Wetter war schon wieder zu gut, was trotz Sonnencreme zu einem gewaltigen Sonnenbrand führte. Die Preise für Essen und Getränke könnten zwar günstiger sein, liegen aber noch im festivalüblichen Rahmen.
Hoffen wir, dass es auch im nächsten Jahr so bleibt, wenn es am 26.06. und 27.06.2009 wieder heißt:
Bang Your Head!
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