A Chance For Metal-Festival 2016 / 6. u. 7. Mai 2016 in Andernach (Vorbericht)
ACFMF A Chance For Metal Festival (ACFMF) 2016
JUZ, Andernach
06./07. Mai 2016
Vorbericht
Stil: Metal


Artikel vom 13.02.2016


Jochen v. Arnim
Eigentlich soll man ja nie hinterher sagen, dass man es schon vorher gewusst habe. Sowas ist blöde und man hält besser die Fresse. Aber in diesem Fall hier muss ich mal über diese Weisheit hinweggehen und mit 'nem fetten 'Siehste, hab ich doch gesagt!' ankommen. Worum es geht? Ganz einfach: Das Kultfestival A Chance For Metal kann nicht mehr nicht mehr mit Sold-out-Meldungen umgehen. Eigentlich hieß es nämlich schon im Dezember bei exakt 666 verkauften Tickets, dass die Kapazität erreicht war. Die Türen zu und alles so lassen, wie es bisher war.
Darf man das so einfach? Den Andrang ignorieren, der Nachfrage die kalte Schulter zeigen, zusätzliche Kosten scheuen, keine zusätzlichen Freiwilligen anheuern, weitere Gespräche mit der Stadt aussetzen, sich auf den bequemen Sessel setzen und sagen 'Mir doch egal'. Nee, darf man nicht. Und so haben der Andernacher Chef-Metaller, Jan Müller und sein Team sich hingestzt und mal kräftig die Birnen rauchen lassen.
Zehn Jahre Metal im Underground mit einem kostengünstigen Festival, das nicht zuletzt wegen seiner 'Kleinheit' auch einen gewissen Charme hat, sprechen eine deutliche Sprache. Alleine die Tatsache, dass das ACFM-Festival überhaupt so lange durchgehalten hat, ist heutzutage ja schon keine Selbstverständlichkeit. (Wir wissen alle, wie die sog. Großen sich den Markt sichern, mit Regionalsperren für gebuchte Bands auftrumpfen, Strafen androhen und in der Lage sind, mit ihrem Kapital den immer erdrückender werdenden kommunalen Gängeleien entgegentreten zu können.) Zu den zehn Jahren Erfolg trug natürlich auch die Qualität der Bands bei (übrigens basisdemokratisch jeweils von den Besuchern des Vorjahres gewählt). Und zu guter Letzt macht die gute und immer entspannte Atmosphäre einen ganz dicken Teil aus. Klar, dass so etwas in der Szene irgendwann auch mal den Trägsten hinterm Ofen hervorlockt und bei ihm den Wunsch weckt, Teil dieser Nummer zu sein.
Alle Fürs und Widers (und Letztgenannte sicherlich ganz besonders) abgewägt habend, hat man sich nun entschlossen, die Kapazitäten zu verdoppeln. Die Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Gemeinde sind offensichtlich positiv verlaufen - das gute Gelingen der letzten Jahre spielte dabei bestimmt auch eine gewisse Rolle - und der Platz für eine Erweiterung in Form eines Zeltes ist auch gebongt. Klar, das hat seinen Preis und so werden die "neuen" Tickets ab sofort für den immer noch unsagbar niedrigen Preis von € 20,- (VVK für beide Tage, AK € 30,-) auf den Markt gehen, während das Camping nach wie vor umsonst ist.
Wenn dann Anfang Mai Bands wie Steelpreacher, Crossplane, Incertain, Torment Of Souls, Stallion, Secutor, The Wicked Chambers, Teutonic Slaughter und viele mehr aufspielen, wird einmal mehr der Beweis erbracht sein, dass der Underground echt noch was kann und dass sich alle Kosten und Mühen für die Orga gelohnt haben werden.
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