Danny Bryant's RedEyeBand
17.09.2011, Partycentrum De Kentering, Rosmalen (NL) (DVD-Recording)
Danny Bryant Danny Bryant's RedEyeBand
Partycentrum De Kentering, Rosmalen (NL)
17. September 2011
Konzertbericht
Stil: Blues Rock
Fotos © Marco van Rooijen, Text: Andre Wittebroek (beide Bluesmagazine.nl)

Artikel vom 06.10.2011


Andre Wittebroek
Danny Bryant Die Aufnahmen der ersten Live-DVD von Danny Bryant's RedEyeBand fanden am Samstag, dem 17. September im Partycentrum De Kentering in Rosmalen in der Nähe von Den Bosch (Niederlande) statt. Jedes Jahr wird hier das bekannte Rosbluesfestival abgehalten und Danny Bryant's RedEyeBand spielte hier schon dreimal mit sehr viel Erfolg. Das war der Grund, warum die Wahl für die Aufnahmen auf das Partycentrum De Kentering fiel. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich bei diesem Konzert herausstellen sollte.
Danny BryantSchon gleich bei der Ankunft sahen wir, dass alles perfekt organisiert war. Die seeländische Band Blue Clay spielte schon und wärmte das Publikum mit ihrer alten Blues-, Folk- und Hillbilly-Musik mächtig auf. Einflüsse aus Bluegrass, Tex-Mex und Zydeco sorgten dafür, dass so einige Zuschauer das Tanzbein schwangen. Fröhliche, spontane Musik, die für gute Laune im kleinen Saal sorgte. Dieser Saal war auch mit Konzertbildern geschmückt, gemacht von Bluesmagazin-Fotograf Marco van Rooijen. (Diese Bilder und die vom Konzert sind auf der Website Bluesmagazine zu finden)
Danny BryantNatürlich kamen wir wegen Danny Bryant's RedEyeBand und deswegen begaben wir uns so gegen halb neun in Richtung großer Saal, der mit mehr als 500 Leuten total gefüllt war. Er bietet eine großen Bühne, gute Beleuchtung, schöne Theke im hinteren Teil und genug Platz, um alles bequem beobachten zu können.
Danny BryantNach der Ankündigung vom holländischen Bluesfreund Gerrie Jungen war es dann so weit. Um genau 21:00 Uhr betrat die Band die Bühne. Von den ersten Tönen bis zu den letzten, fast drei Stunden später und ohne Pause, war es ein großer Genuss! Was mir direkt auffiel, war der sehr guter Sound. Darauf achte ich immer und wenn der Sound zuviel Bass oder Schlagzeug hat, zu hell oder zu laut ist, dann gehe ich nach hinten oder benutze meine Ohrenschützer. Aber an diesem Abend nichts von alledem: der Klang war voll, warm, breit... kurz: ausgezeichnet!
Vor diesem Auftritt hatte ich Danny schon dreimal live gesehen, aber noch nie war seine Stimme so gut wie an diesem Abend. Sie passte perfekt zur Musik und die beiden schmolzen zu einer fantastischen Einheit zusammen. Wie erwartet, war die Gitarren-Arbeit allerhöchste Klasse und genau so, wie es beim Blues Rock sein soll: voll, warm und dunkel in den härteren Stücken, wie zum Beispiel bei "Master Of Disaster", "Tellin' Stories", "Voodoo Chile" oder "Heartbreaker", aber auch leichtfüßig und gefühlvoll in den Balladen wie "Love Of Angels", "Girl From The North Country", "Always With Me" sowie "Alone In The Dark", in denen die sogenannten 'Violinen-Töne' regelmäßig zu hören waren. In der Mitte des Konzerts nahm Danny dann die akustische Gitarre zur Hand und spielte zwei Nummern ("One Look" und "Black And White") ohne Band, worauf er danach gleich wieder die elektrische Gitarre schulterte und im Trio weiterspielte.
Danny BryantDie Rhythmusabteilung bestand aus Dannys Vater Ken Bryant am Bass und Trevor Barr am Schlagzeug. Sie machte ihre Arbeit mehr als vorzüglich. Vater Ken stand den ganzen Abend wie ein Standbild fest auf einen Quadratmeter und rührte sich nicht von der Stelle, aber jeder Ton war ein Volltreffer. Schlagzeuger Trevor machte seine Arbeit genau wie sie sein sollte, also großartiger Beat und Groove und im Dienst des Allgemeinen, der Musik, und deshalb gab es auch kein Bass- oder Schlagzeug-Solo. Die drei Musiker waren eine echte Einheit und man spürte, dass sie schon sehr lange zusammenspielten, um genau zu sein: mehr als zwanzig Jahre!
Für die DVD spielten sie die mir auch bekannteren Nummern aus dem Repertoire, wie "Heartbreaker", "Sweet Little Angel", "Just As I Am", "Master Of Disaster", "Alone In The Dark" aber auch die für mich unbekannteren Songs "My Baby's A Superstar" und "Bring Your Fine Self Home". Der Abschluss des Konzerts war auch gleich für mich der Höhepunkt, nämlich der gewaltige Slow Blues "Alone In The Dark", in dem Danny alle seine virtuosen Gitarrenfähigkeiten gigantisch zum Ausdruck brachte. Einfach genial!
Und dann wurde es leise in Rosmalen
Danny BryantIch bin gespannt, welche Songs auf die DVD kommen werden, weil das ganze Konzert fast drei Stunden dauerte und meistens nur für ungefähr 90 Minuten Platz auf einer DVD ist. Zum Glück muss ich nicht wählen, denn ich wüsste nicht, was ich rauslassen sollte: alles war auf einem sehr hohen Niveau. Jeder, den ich nach dem Konzert sprach, war dieser Meinung, man hat einen sehr speziellen Abend genossen, in dem alles stimmte. Ein Besucher aus Amsterdam, Marcel Wolters, sagte es wunderbar: »Ich bin mit einem Freund mitgekommen und ich kannte Danny Bryant überhaupt nicht. Aber jetzt hat er einen Fan fürs Leben dazubekommen.« Die Musik und die Band waren einfach absolute Spitze; besser als an dem Abend konnte Blues Rock nicht gespielt werden. Und damit bin ich total einverstanden.
Verpasst die Band nicht, wenn sie irgendwo in der Nähe spielt. Ein Hammer!


Line-up:
Danny Bryant (guitar, vocals)
Ken Bryant (bass)
Trvor Barr (drums)
Tracklist
01:Bring Your Fine Self Home
02:Just As I Am
03:Heartbreaker
04:Love Of Angels
05:Master Of Disaster
06:Tell Me
07:Girl From The North Country
08:Good Time Woman
09:One Look
10:Black And White
11;Tellin' Stories
12:Voodoo Chile
13:Always With Me
14:Knockin' On Heavens Door
15:My Baby's A Superstar
16:Last Goodbye
17:Alone In The Dark
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